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Ausbildungsreife

 AusAusbildungsreife - was zählt dazu?Ausbildungsreife - was zählt dazu?AusbAusbildungsreife - was zählt dazu?Ausbildungsreife - was zählt dazu?Ausbildungsreife - was zählt dazu?

Bei der Ausbildungsreife geht es um Mindestanforderungen, die Jugendliche bereits beim Einstieg in eine berufliche Ausbildung erfüllen müssen. Dazu zählen Kenntnisse, Fähigkeiten und Merkmale, die für alle Ausbildungsberufe grundlegend wichtig sind: z.B. entsprechende schulische Leistungen, physische und psychische Belastbarkeit oder die Voraussetzungen zur Bewältigung eines Achtstunden-Tages. Fähigkeiten und Fertigkeiten, die während einer Ausbildung als Lernziele erworben werden sollen, zählen nicht dazu.

Von "berufspezifischer Eignung" bzw. "Berufseignung" sprechen Expertinnen und Experten hingegen, wenn Fähigkeiten nur für bestimmte Berufe oder ein konkretes Berufsfeld wichtig sind. Ein Jugendlicher kann daher "ausbildungsreif" sein, auch wenn er für einen speziellen Beruf nicht geeignet ist.

 

 

MERKMALE DER AUSBILDUNGSREIFE

 

Diese werden fünf Bereichen zugeordnet:

I Schulische Basiskenntnisse (z.B. Rechtschreibung, mathematische Grundkenntnisse)                    

I Psychologische Leistungsmerkmale (z.B. Sprachbeherrschung, Daueraufmerksamkeit)

I Physische Merkmale (altersgerechter Entwicklungsstand und gesundheitliche Voraussetzungen)

I Soziale Fähigkeiten (z.B. Zuverlässigkeit, Kritikfähigkeit, Durchhaltevermögen)

I Berufswahlreife (Selbsteinschätzungs- und Informationskompetenz)


Sie werden folgendermaßen festgestellt:

I diagnostisches Gespräch

I Selbsteinschätzung

I Kopfnoten im Zeugnis

I Aussagen von Lehrern oder Eltern

 

 

SIND SCHÜLER/INNEN FIT FÜR DIE AUSBILDUNG?

 

Ohne Zuverlässigkeit und Lernbereitschaft läuft in der Ausbildung nichts: Allerdings können Unternehmen nicht von vornherein davon ausgehen, dass Bewerber/innen diese und andere Kriterien der Ausbildungsreife erfüllen. Das bestätigt auch eine im März 2009 vom Deutschen Industrie- und Handelskammertag (DIHK) durchgeführte Onlinebefragung in Unternehmen.

 


WIE SICH DIE MANGELNDE AUSBILDUNGSREIFE ÄUßERN KANN

 

Die DIHK führte im Februar 2011 eine Befragung unter 14.299 Unternehmen durch. Thema war, welche Mängel sie bei der Ausbildungsreife der Schulabgänger feststellen. Die am häufigsten kritisierten Bereiche waren:

- Ausdrucksvermögen
- Leistungsbereitschaft
- Disziplin
- Rechnen
- Belastbarkeit
- Umgangsformen
- Interesse am Beruf


Mit mangelnden Umgangsformen könnte man vielleicht gerade noch leben. Doch wie bringen Sie einem jungen Menschen neue Fähigkeiten bei, der überhaupt kein Interesse daran zeigt? Wie soll ein Schüler mit ohnehin schon schlechten Noten die Abschlussprüfung schaffen, wenn er weder leistungsbereit ist, noch Disziplin an den Tag legt? Wie soll ein Auszubildender heute durch die Ausbildung kommen, wenn er selbst die einfachsten Berechnungen nicht beherrscht? Eines ist klar: Eine „normale“ Berufsausbildung wie früher ist unter diesen Voraussetzungen kaum mehr möglich.
 

 

Bild: http://www.gruenderlexikon.de/magazin/Maengel_bei_der_Ausbildungsreife.jpg

 

 

REIF FÜR DIE AUSBILDUNG? DAS ERWARTEN BETRIEBE

 

Gut vorbereitet ist halb gewonnen
Ausbildungsbetriebe erwarten einiges von ihren zukünftigen Auszubildenden: gute Schulnoten in Mathe und Deutsch, PC-Kenntnisse und ein zufrieden stellendes Allgemeinwissen. Die so genannten sozialen Kompetenzen sind ebenso gefragt - Eigenschaften wie Durchhaltevermögen, Verantwortungsbereitschaft oder gute Umgangsformen.


Experten helfen weiter
Eine Gruppe von Experten aus Wirtschaft, Politik und Bildung - der "Nationale Pakt für Ausbildung und Fachkräftenachwuchs" - hat sich damit beschäftigt, was Ausbildungsreife bedeutet. Denn viele Unternehmen klagen darüber, dass ihre Auszubildenden den Anforderungen des Berufslebens nicht gewachsen sind.

 

Von A wie Allgemeinwissen bis Z wie Zuverlässigkeit

Oft fehlt Jugendlichen grundlegendes Wissen. Sie tun sich z.B. schwer mit Rechtschreibung und Prozentrechnen oder wissen nicht, wie viele Bundesländer es in Deutschland gibt. Viele sind auch körperlich überfordert. Ein Acht-Stunden-Tag kann anstrengend sein, vor allem wenn man in einem Beruf arbeitet, der großen körperlichen Einsatz verlangt wie Gärtner/in. Ebenso mit Anstrengung verbunden sein können Berufe wie Verkäufer/in oder Frisör/in, in denen man den ganzen Tag über auf den Beinen ist.

Großen Wert legen Betriebe auf die sozialen Fähigkeiten ihrer Auszubildenden. Sie sind mindestens genauso wichtig wie gutes Fachwissen. Und auch da hapert es noch bei vielen jungen Menschen. Wer nicht gut im Team arbeiten kann, unachtsam mit Material und Kolleginnen oder Kollegen umgeht oder nicht in der Lage ist, Kritik anzunehmen, wird es schwer haben.

 

 

 

 

 

 


 

Text: Zugriff am 11.06.2013

http://www.planet-beruf.de/Ausbildungsreife.516.0.html

http://www.planet-beruf.de/Merkmale-der-Ausbild.800.0.html?&type=102

http://de.wikipedia.org/wiki/Ausbildungsreife.de

http://www.google.de/imgres?q=DIHK+ausbildungsreife&sa=X&biw=1280&bih=841&tbm=isch&tbnid=_iJDDvXx9Bq9xM:&imgrefurl=http://www.gruenderlexikon.de/serie/jugendliche-ohne-ausbildungsreife-gravierende-maengel-bei-den-schulabgaengern&docid=T9mC-7Bi9F-IHM&imgurl=http://www.gruenderlexikon.de/magazin/Maengel_bei_der_Ausbildungsreife.jpg&w =662&h=439&ei=hLW2Ud_qDYjjtQaf04HoDw&zoom=1&iact=rc&dur=78&page=1&tbnh=122&tbnw=189&start=0&ndsp=35&ved=1t:429,r:6,s:0,i:102&tx=135&ty=52

 

 

 

 

 

 

 

 

 


 

29.05.2020 - 22:49:38