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Duale Ausbildung

 

Die duale (auch betriebliche) Ausbildung ist die am weitesten verbreitete Ausbildungsart in Deutschland. Die Kombination aus Ausbildung im Betrieb und Berufsschulbildung garantiert eine perfekte Verbindung von Theorie und Praxis. Gerade wegen dieser Verzahnung gilt diese Ausbildungsform als Besonderheit des deutschen Bildungssystems und findet auch international Anerkennung.

 
Die Ausbildung dauert, je nach Ausbildungsberuf, zwischen zwei und dreieinhalb Jahren.
Deutschlandweit werden über 345 Ausbildungsberufe angeboten, u. a. in den folgenden Bereichen: 

 

Struktur der dualen Ausbildung

Ausbildung im Betrieb

Der praktische Teil der Ausbildung (nach der Handwerksordnung oder dem Berufsbildungsgesetz) bildet die Grundlage für die duale Ausbildung (→ Ausbildungsunternehmen). In der Regel arbeitet der Auszubildende an drei bis vier Tagen in der Woche im Betrieb, wo er die praktischen bzw. handwerklichen Fähigkeiten seines Ausbildungsberufes erlernt.

 

Ausbildung in der Berufsschule

Zusätzlich zu ihrem Einsatz im Ausbildungsbetrieb besuchen die Auszubildenden zwischen acht und zwölf Unterrichtsstunden in der Woche eine Berufsschule (→ Berufsschulen im Landkreis). Die Lehrpläne variieren je nach Ausbildungsberuf und Bundesland, in dem die duale Ausbildung absolviert wird. Der Unterricht ist aufgeteilt in fachtheoretische Inhalte, die speziell auf den Beruf zugeschnitten sind, und allgemeine Inhalte. Im allgemeinen Teil stehen bei allen Berufen zum Beispiel Deutsch, Politik, Religion und Sport auf dem Lehrplan.

Voraussetzungen

Rein formell sind für die duale Berufsausbildung keine bestimmten Schulabschlüsse vorgeschrieben. Da jedoch die Ausbildungsplätze in vielen Regionen Deutschlands oft knapp sind, können Unternehmen unter den Bewerbern auswählen. Dabei spielen natürlich die Art des Schulabschlusses sowie die Noten eine große Rolle.

Bei ihren Überlegungen sollten angehende Azubis immer die Termine für den Ausbildungsstart im Blick behalten: Die meisten Ausbildungen beginnen am 1. August oder am 1. September eines Jahres. Viele Firmen beginnen bereits zu Beginn des entsprechenden Jahres mit der Suche nach Auszubildenden, gerade Banken und größere Unternehmen schreiben ihre Plätze ein ganzes Jahr vor dem Ausbildungsbeginn aus. Ausbildungsbewerber sollten bereits im vorletzten Schuljahr damit beginnen, sich mit der Frage auseinander zu setzen, welcher Beruf der richtige für sie sein könnte.

 

Vergütung

Wer sich für eine duale Ausbildung entscheidet, erhält währenddessen eine Ausbildungsvergütung. Diese ist vom jeweiligen Ausbildungsberuf abhängig. Unter bestimmten Voraussetzungen können Auszubildende zusätzlich finanzielle Unterstützung von der Agentur für Arbeit bekommen, u. a. die sogenannte Berufsausbildungshilfe (BAB).

 

Prüfungen

Im Lauf der dualen Ausbildung müssen Auszubildende zwei große Prüfungen ablegen und bestehen:

 

 


 

19.09.2019 - 06:13:52